Der Spielplatz Usseregg ist eigentlich ein wunderbarer Ort: Kinder spielen, Familien grillieren, Menschen aus verschiedenen Ländern treffen sich. So soll es sein.
Nur scheint bei manchen Besuchern die Auffassung zu herrschen, dass nach dem gemütlichen Beisammensein jemand anderes für die Hinterlassenschaften zuständig ist. Überquellende Abfalleimer, Zigarettenstummel, Essensreste, Hundekot und verschmutzte Toiletten sprechen leider eine deutliche Sprache.
Ein herzliches Dankeschön deshalb an die Gemeindeangestellten, die am nächsten Morgen wieder dafür sorgen, dass der Spielplatz einigermassen benutzbar ist. Vielleicht wäre es allerdings fairer, wenn diejenigen, die den Dreck produzieren, auch etwas Verantwortung dafür übernehmen würden.
Auch die Parkplatzsituation an schönen Wochenenden ist ein Ärgernis. Autos werden abgestellt, wo es gerade passt, während sich Fussgänger, Kinderwagen und Rollstuhlfahrer durch die unübersichtliche Kurve kämpfen müssen. Rücksicht scheint offenbar dort aufzuhören, wo der eigene Parkplatz beginnt.
Sehr erfreulich sind hingegen die schönen Holzarbeiten von «Süre Fränzl». Der geschnitzte Traktor und die Kugelbahn mit den Glöggli zeigen, wie viel Freude man Kindern mit einfachen, liebevoll gemachten Dingen bereiten kann.
Und dann wäre da noch der Dienstag: Eine Fitnessgruppe beansprucht während rund einer Stunde die Seilzugbahn – inklusive fetziger Musik und Personal Coach. Nichts gegen Sport, aber muss ein öffentliches Spielgerät tatsächlich als privates Fitnessstudio herhalten? Die Kinder könnten während dieser Zeit ja zuschauen und dabei gleich lernen, wie man geduldig wartet.
Der Usseregg ist ein öffentlicher Spielplatz und kein Parkplatz, keine Hundetoilette, keine Abfallhalde und auch kein Fitnessstudio.
Vielleicht sollten sich alle Besucher daran erinnern, bevor sie den Platz wieder verlassen: Es ist kein Problem, wenn viele Menschen kommen. Das Problem beginnt dort, wo Rücksicht und Respekt zu Hause bleiben. Marianne & Jörg Grossenbacher
Wie erleben Sie den Kinderspielplatz Usseregg?
Wie steht es um Sauberkeit und das Verhalten der Besucherinnen und Besucher?
Wir freuen uns über Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen.
Zuschriften an: kontakt@punkt-walchwil.ch




Ein Problem, das sich leider bereits seit einigen Jahren entwickelt.
Wie bei vielen «Problemen», mit denen wir zunehmend konfrontiert werden, sind es auch hier nur wenige, die dafür verantwortlich sind. Der grösste Teil der Bevölkerung hält sich an die geltenden Regeln und trägt dazu bei, dass ein gutes Miteinander funktioniert.
Umso erfreulicher ist es, dass unsere Arbeit von der Bevölkerung wahrgenommen und geschätzt wird.
Sei es durch lobende Worte, Gesten oder wie diesen sehr zutreffenden Beitrag – solche Wertschätzungen unterstützen und motivieren uns in unserer täglichen Arbeit.
Solche Themen dürfen und sollten deshalb auch häufiger angesprochen werden. Nur wenn Probleme sichtbar gemacht und thematisiert werden, kann sich langfristig etwas verändern.
Vielen Dank für die lobenden Worte und die Wertschätzung unserer Arbeit.
Roland Hürlimann, Neuschönegg
Wir freuen uns, dass andere die Situation beim Spielplatz Usseregg ähnlich sehen wie wir. Die Arbeit der Gemeindeangestellten verdient grosse Wertschätzung: Es braucht viel Geduld und Toleranz, wenn Woche für Woche erneut Abfall auf einem Gemeindespielplatz landet.
Um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und gemeinsam etwas zu bewirken, organisieren wir von der Waldspielgruppe Waldeulen zusammen mit der Gruppe Junge Eltern und der Frauengemeinschaft Walchwil ein «Fötzele»-Event.
Wir wissen, wie viel Einsatz nötig ist, um unseren schönen Dorfspielplatz zu erhalten, und möchten dazu beitragen. Ob jung oder alt, als Familie, Paar, Einzelperson oder mit Freunden – wir suchen DICH! Gemeinsam räumen wir am Samstag, 12. September 2026, von 9:30 bis 12:00 Uhr den Spielplatz Usseregg auf. Wir sammeln Zigarettenstümmel im Rasen und rund um die Grillplätze ein und entfernen weggeworfenen Abfall sowie kaputte Sandspielsachen vom Spielplatz und Waldrand. Anschliessend tauschen wir uns bei einer Wurst vom Grill aus und lernen einander besser kennen. Wir freuen uns auf viele helfende Hände!
Daisy Wilde, im Namen der Waldspielgruppe Waldeulen Walchwil