Es werden immer mehr. Der jährliche Berggottesdienst am Sommerabend auf dem Bauernhof zieht Menschen an. Die Frauengemeinschaft lud dieses Jahr in die Tossetschwändi ein.
Über fünfzig Frauen und einige Männer kamen unter der Woche auf der vom frischen Regen begrünten Wiese zusammen mit Blick auf Berge und von der Abendsonne spektakulär erleuchtete Wolken. Die Walchwiler Liturgiegruppe gestaltete die Feier ansprechend und eindrücklich mit persönlichen Besinnungen zu Sonne, Mond und Sternen.
Unter dem weiten Himmel liess sich ergreifend über kindliche Erinnerungen und frische Eindrücke von Sternschnuppen wie über Gefahr und Schrecken in unserer Welt, auch über das Wunder und die Orientierung des Lebens, über Begleitung und Zuversicht nachdenken. Regula Dettling am Akkordeon und Daniela Hürlimann mit der Querflöte zauberten anrührende Klänge in die vom frischen Regen belebte Landschaft. Pfarreileiter Benjamin Meier erheiterte nicht nur mit seinem Stichwort von «liquid sunshine» die Runde. Mit der Feier der Kommunion ergeben sich bestärkende Verbindungen, welche Leben erwecken und Gemeinschaft stiften.
Anschliessend zog man in die Scheune zu Getränken und feinem Gebäck und munteren Gesprächen. Durchs offene Scheunentor zeigte sich noch der hell leuchtende Mond geheimnisvoll hinter dunkelgewordenem Gewölk. Martin Hürlimann und Chantal Stähelin waren aufmerksame und umsichtige Gastgeber. Ihnen und ihrer Familie gilt unser Dank für Mühe und Aufwand. Es war schön, in der Tossetschwändi zu Gast zu sein und zu Begegnungen zusammenzukommen.
Der jährliche Berggottesdienst war wieder ein passender Anlass für Leute vom Berg wie aus dem Dorf. Man darf sich schon auf das kommende Jahr freuen.
Text: Hans Ruedi Kilchsperger / Bilder: Volodymyr Chaban und Hans Ruedi Kilchsperger



