Die Männerriege Walchwil steht nicht nur für Gymnastik, Spiel und Fitness. Ebenso grossen Wert wird auf die Geselligkeit und die Kameradschaft gelegt. Gemeinsame Ausflüge, interessante Besichtigungen und gemütliche Anlässe gehören ebenso zum Vereinsleben wie die sportlichen Aktivitäten.
Am Dienstag, 26. Mai durfte die Männerriege Walchwil mit zwölf Teilnehmern eines der bedeutendsten Bauprojekte der Schweiz hautnah erleben: die zweite Gotthardröhre in Göschenen. Bereits der Empfang im InfoCenter versprach einen aussergewöhnlichen Nachmittag. Charly Simmen verstand es ausgezeichnet, uns mit spannenden Fakten, eindrücklichen Bildern und viel Fachwissen in die Welt dieses Jahrhundertbauwerks einzuführen.
Anschliessend ging es in zwei Gruppen direkt zur gigantischen Baustelle. Schon beim Betreten des Geländes wurden wir von den gewaltigen Dimensionen und der eindrucksvollen Atmosphäre überwältigt. Mächtige Maschinen, unermüdlicher Betrieb und tonnenschwere Technik vermittelten eindrücklich, welche enorme Leistung hier Tag für Tag erbracht wird.
Seit Februar 2025 steht die Tunnelbohrmaschine «Alessandra» im unermüdlichen Einsatz. Die rund 110 Meter lange Hightech-Maschine frisst sich täglich bis zu zehn Meter tief durch das harte Gotthardgestein. Mit mehr als 7000 PS und modernster Technik arbeitet sie sich präzise Meter um Meter vorwärts. Besonders beeindruckend war zu erfahren, dass der Tunnel nach jeweils zwei Metern sofort mit massiven Betonelementen gesichert wird – ein perfektes Zusammenspiel von Technik, Präzision und Sicherheit.
Trotz des anspruchsvollen Granitgesteins verlaufen die Arbeiten planmässig. Der Durchbruch der zweiten Röhre ist für das Jahr 2027 vorgesehen, die Eröffnung soll 2030 erfolgen. Es war faszinierend zu sehen, mit welchem Können, Engagement und Pioniergeist hier unter schwierigsten Bedingungen gearbeitet wird.
Dieser eindrucksvolle Besuch wird den Teilnehmern der Männerriege Walchwil noch lange in bester Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der gewaltigen Baustelle, sondern auch als Begegnung mit moderner Ingenieurskunst von beeindruckender Dimension. Martin Hürlimann

